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Portrait Robert BetzZersägt eure Doppelbetten!

Die „Geistige Welt ” zu Liebe, Partnerschaft und Sexualität in der Neuen Zeit

Der folgende Text ist ein Vorababdruck aus dem Ende Januar erscheinenden neuen Buch von Robert Betz


Warum haben Menschen, die sich nach einem glücklichen Leben sehnen, nichts Besseres zu tun, als sich das Leben gegenseitig schwer zu machen, sich zu verletzen und zu enttäuschen? Warum erfährt der Mensch dort, wo er am meisten auf Liebe hofft, so viel Schmerz und Leid? Warum finden Männer und Frauen, die es durch die Kraft des Eros zueinander drängt, so selten Erfüllung und Freude aneinander und in sich selbst? Warum haben wir unseren Umgang mit der Sexualität so kompliziert gemacht?

Dies sind einige der Fragen, die mich seit über dreißig Jahren bewegen und viele von Ihnen ebenso, wie ich aus meinen Seminaren weiß. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich damals mit Anfang zwanzig Erich Fromms „Die Kunst des Liebens“ und andere Bücher wie „Die offene Ehe“ mit meinem gelben Textmarker malträtierte, bis kaum eine Zeile unmarkiert blieb, als wollte ich die Wahrheit geradezu aus den Zeilen herausdrücken wie aus einer Zitrone.

Wie viele von Ihnen musste ich Eltern erleben, die sich nicht in Liebe und Wertschätzung begegneten, mit Dankbarkeit, dass der andere da war und sein Bestes gab. Sie richteten übereinander, stellten Forderungen, klagten an, rissen sich zusammen und arrangierten sich. Später begriff ich, dass sie es nicht besser wussten und nicht anders konnten, weil sie selbst im Innern zutiefst verletzte Kinder waren, die sich nach Liebe sehnten und sie sich selbst nicht gaben.

Und ihr Verstand war vernebelt durch Tausende von modrigen Gedanken, besonders vermittelt durch Vertreter der Kirche, über Mann und Frau, über Körperlichkeit und Sexualität, über Kompromisse, die man im Leben machen müsse, über Aufopfern und Für-andere-da-Sein. Das Ehe-Motto meiner Mutter lautete: „Durchhalten, aushalten, Schnauze halten.“ Mein Vater dagegen hielt es mit Disziplin, Fleiß und einem stummen Regiment, was in der Familie eine chronische Angst- und Druckatmosphäre erzeugte. Beide unterdrückten ihre Gefühle, lebten nicht ihre Wahrheit und starben mit Anfang sechzig, nachdem die fünf Kinder aus dem Haus waren, so, wie es für viele Frauen und Männer typisch ist: sie am Krebs, er am dritten Herzinfarkt.

Ich wusste, dass ich das nicht leben wollte. Also studierte ich Psychologie, schloss das Studium mit dem besten Diplom des Jahrgangs ab und war danach so schlau wie vorher. Ohne im Studium je etwas über die Verstrickungen gehört zu haben, die zwischen Kindern und ihren Eltern entstehen und spätere Beziehungen zu Neuauflagen der alten Mann-Frau-Beziehungsmuster machen, ohne etwas über karmische Muster, welche die Menschen über viele Generationen hinweg begrenzen, ohne etwas über die schöpferische Eigenverantwortung und die Macht von Gedanken, Worten und Handlungen schon bei Kindern gelernt zu haben, durchlief ich selbst Jahrzehnte der Unbewusstheit, Selbstverurteilung und Schmerzerzeugung, wie wir alle dies getan haben.

Ich habe in all diesen Jahren nicht geahnt, dass wir in einer der aufregendsten und umwälzendsten Epochen der Menschheitsgeschichte leben, in der nicht nur meine vielen Fragen beantwortet werden würden, sondern in der ein völlig neues Kapitel der Frau-Mann-Geschichte aufgeschlagen wird. Dieses Buch und ebenso das vorherige, „Wahre Liebe lässt frei!“, bieten einen entscheidenden Einstieg in eine neue Ära der Beziehungen zwischen Frauen und Männern.

Wir wissen heute, dass sich ein Problem nicht auf der Ebene lösen lässt, auf der es entsteht, sondern immer nur von einer höheren Ebene aus. Befinden wir uns mitten in einem Labyrinth, werden wir den Ausgang kaum finden. Haben wir jedoch eine Möglichkeit, uns über dieses Labyrinth zu erheben, wird der Weg sichtbar, der in die Freiheit führt. Mit der Befragung der Geistigen Welt und ihren Antworten bin ich auf eine höhere Ebene gegangen, um uns allen gemeinsam diesen Blick von oben zu ermöglichen auf das, was wir hier auf Erden seit Jahrtausenden veranstalten, um zu verstehen und um den Weg zur Liebe und zur Freiheit zu finden.

Die Antworten der geistigen Welt auf meine mehr als hundert Fragen eröffnen uns den Blick auf ein völlig neues Bild von Frau und Mann und auf das Verhältnis zwischen Mensch, Gott und Mutter Erde. Die Kernaussage des Buches lautet: Das Göttliche entschloss sich, sich selbst auf eine neue Art zu erfahren, als ein Männliches und ein Weibliches. Beide stammen aus derselben Quelle und bringen die Liebe auf diese Erde und machen diesen Planeten zur fruchtbaren Quelle, zum Juwel. Das ist das Gemeinsame.

Aber beide sind zugleich grundverschiedenen und haben völlig unterschiedliche Aufgaben. Die Frau repräsentiert die Erde, die Mondin, die Liebe. Der Mann repräsentiert die Sonne und damit das Licht. So wie die Sonne die Erde und den Mond bescheint, so bringt der Mann das Licht zur Frau, zur Liebe, und in beiden vereinen sich Liebe und Licht. Aber ebenso wenig wie Erde und Sonne aneinander kleben, sondern gebührenden Abstand halten, ist auch zwischen Frau und Mann Abstand nötig, um sich anzuschauen, sich zu bewundern, sich zu würdigen und miteinander zu tanzen.

Bereits die Unterschiedlichkeit ihrer Geschlechtsteile geben Auskunft über die Grundverschiedenheit von Frau und Mann. Ihres liegt im Innern, seines im Außen. Sie hält das Wesentliche in sich selbst wie ein Geheimnis versteckt. Sie ist daher die Expertin für das Innere, er für das Äußere. Sie ist die Energiehalterin, die Empfangende, die das göttliche Wissen in sich trägt; sie dreht sich wie das kleine Mädchen vor dem Spiegel um sich selbst, wie die Ballerina, und bewundert sich in ihrer Schönheit. Sie lässt sich bescheinen von der Sonne und der Bewunderung des Mannes, blüht auf und strömt ihren ganz eigenen Duft aus, so wie jede Blume es tut.

Der Mann hingegen mit seinem nach außen gerichteten Phallus ist der nach außen Orientierte, der auf die Erde kommt, um sich an dieser Erde zu begeistern und daran, was man hier alles machen und gestalten kann. Er ist der Macher, der Zeuger und Erzeuger nicht nur von Babys, sie ist die Gebärende von weit mehr als von Kindern. Wenn er mit seinem Lichtstab in ihre Rose, in ihre quellende Vagina gleitet, dann erinnert sich der Mann an seinen göttlichen Auftrag. Beide sind Mitarbeiter Gottes mit ganz unterschiedlichen Aufgaben und Eigenarten. Aber diese Mitarbeiterschaft liegt seit langem – wie die geistige Welt es deutlich ausdrückt – „in der Grütze“.

Dieses Buch soll uns alle daran erinnern, woher wir kommen, warum wir hier sind und was uns als Männer und Frauen auszeichnet, damit wir uns dieser Rolle des Mitarbeiter Gottes wieder erinnern, unsere eigene Schönheit und Göttlichkeit wieder erkennen und gemeinsam den Tanz der Liebe tanzen. Der Tanz ist die Grundformation, in der sich Frau und Mann bewegen. Sie dreht sich im Bewusstsein ihrer Schönheit, er gibt mehr die Struktur, hält und bewundert sie. Das sind einige der Grundbilder von Mann und Frau, die sich durch dieses Buch ziehen. Aus ihnen ist unschwer abzuleiten, was eine „richtige Frau“ und einen „wahren Mann“ auszeichnet, was jeweils unsere spezifische Natur ist. Die Antworten der Geistigen Welt laden jeden von uns in, sich daran zu erinnern und dies wieder zu leben.

Leben auf dieser Erde war ohne die Liebe möglich ebenso wie die Beziehung zwischen Mann und Frau ohne Liebe möglich war. Und viele Generationen haben diese Wahl getroffen und durchlebt. Aber die Sehnsucht nach der gelingenden Liebe, nach dem gegenseitigen Verstehen von Mann und Frau, nach dem großen Freudentanz ist nie ausgestorben. Das bezeugen schon die vielen Tausend Lieder, die von heiler Welt und erfüllter Liebe handeln. Nur haben wir den klaren Blick dafür, wie dies gelebt werden kann, verstellt durch eine Vielzahl völlig verrückter Gedanken und Moralvorstellungen.
Vielen Dank an Robert Betz für die Genehmigung zum Abdruck.

Cover Zersägt Eure DoppelbettenRobert Betz
Zersägt eure Doppelbetten!

Die „Geistige Welt“ zu Liebe, Partnerschaft und Sexualität in der Neuen Zeit
413 Seiten geb.
Euro 21,95
Ansata Verlag
www.robert-betz.de



© Fotos, Cover: Büro Robert Betz